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Hammer und Hanging Man

Hammer und Hanging Man

Hammer und Hanging Man

Eine der wichtige Kerzenform mit Haussebedeutung. Als klassischer Hammer wird eine Kerze bezeichnet, die einen kleinen oberen Kerzenkörper (schwarz oder weiß) ohne oberen Schatten (oder mit einem sehr kleinen oberen Schatten) besitzt und einen langen unteren Schatten hat, der mindestens doppelt so lang sein sollte wie der Kerzenkörper des Hammers.

Die Schattenlänge ist deshalb ein wichtiges Kriterium, weil sie zeigt, dass nach einer hohen Eröffnung der Markt stärker fiel und sich zum Schluss wieder sehr stark erholte, um möglichst annähernd unter dem Eröffnungskurs besser gesagt dem Hochkurs des Tages zu schließen.

Die Psychologie, die dahinter steckt: Das Scheitern des Marktes den Verkaufsprozess fortzuführen, reduziert das bärische Sentiment, und viele Marktteilnehmer fühlen sich mulmig mit ihren Short-Positionen. Falls der Schusskurs über dem Eröffnungskurs liegen sollte, entsteht ein weißer Kerzenkörper. Diese Situation ist natürlich noch besser für die Bullischen Marktteilnehmer.

Nach einem ausgeprägten Abwärtstrend wird der Hammer als möglicher unterer Umkehrpunkt, also als Kaufsignal, gewertet, der einen „Boden aushämmert“ besser gesagt, der Markt hat eine Bodenbildung „abklopft“. Wichtig ist ein ausgeprägter Abwärtstrend, um einen Hammer auch richtig interpretieren zu können. Eine Bestätigung liegt dann vor, wenn am nächsten Tag ein höherer Eröffnungskurs folgen und der Markt noch höher schließen würde.

Nach einem Aufwärtstrend wird das gleiche Kerzenmuster als Hanging-Man („Hängender Mann“) bezeichnet. Tritt nach einer ausgeprägten Aufwärtsbewegung ein Hanging-Man auf, so ist Vorsicht angebracht. Generell kann nämlich gesagt werden, dass ein Hanging-Man die Verwundbarkeit eines ausgeprägten Aufwärtstrends andeutet.

Der erste Ansatz sieht vor, die nächste Kerze abzuwarten. Folgt nämlich dann auf den Hanging Man eine schwarze Kerze mit schwächerer Eröffnung und einem Schlusskurs unter den Kerzenkörper des Hanging Man, so gilt die Trendumkehr als bestätigt.

Beim zweiten Ansatz soll eine höhere Bedeutsamkeit berücksichtigt werden. Bei dieser Methode wird ein Hanging Man am Ende eines Aufwärtstrends erst dann als Umkehrsignal gewertet, wenn der Kurs an einem der nächsten Tage unterhalb des Tiefpunktes des Hanging Man notiert.

Noch bedeutsamer ist es, und damit sind wir beim dritten und letzten Ansatz angelangt, wenn man wartet bis der Schlusskurs eines der nachfolgenden Tage oder der nachfolgenden Kerzen unterhalb des Tiefpunktes des Hanging Man notiert.

 

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